Bettina Aumüller

Ganzheitliche Ernährungsberatung

Nahrungsmittelallergien

Nahrungsmittel- Allergien, – Intoleranzen, – Unverträglichkeiten

Wie man sich das Leben leichter macht unter eingeschränkter Nahrungsmittelauswahl.

Zunehmend werden wir Menschen empfindlich gegen gewisse Nahrungsmittel und unser Immunsystem antwortet mit verstärkten Reaktionen, wie z.B Hautirritationen, Schwellungen, Juckreiz, Übelkeit und Magen- Darmproblemen.

Ob eine Nahrungsmittelallergie vorliegt kann mit verschiedenen Tests nachgewiesen werden oder man macht eine sog. Ausschluss Diät und stellt fest, welche Nahrungsmittel man nicht verträgt.

Danach kann es schwierig werden. Wenn man z.B. gegen alle Getreidesorten allergisch ist, oder die meisten Gewürze Schwierigkeiten bereiten, oder eine generelle Lactoseunverträglichkeit einen plagt. Dann muss man erst einmal feststellen, was in den Lebensmitteln enthalten ist, die man üblicherweise kauft. Vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln sind unheimlich viele Bestsandteile enthalten, die man dort nicht vermuten würde und die einem dann Probleme bereiten.

Wenn einem dann bspw. statt Getreide nur noch Amarant oder Buchweizen übrig bleibt und bei den Gewürzen nur noch Salz, Muskatnuss und Petersilie, wird das Kochen und erst recht das Frühstücken schwierig, denn normalerweise ernähren wir uns von Brot, Brötchen, Müsli, Nudeln und sind es gewohnt, viel und abwechslungsreich zu würzen. Voraussetzung für eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes ist aber, dass man alle Lebensmittel, die man nicht verträgt, absolut meidet, und zusätzliche eine sog. Rotationsdiät durchführt, mit der Hoffnung, hinterher wieder alle Lebensmittel, zumindest in Maßen, essen zu können (dies gilt für die Ig-G Allergie Typ III, bei der Allergie Ig-E Typ I muss das unverträgliche  Lebensmittel für immer gemieden werden).

Diese Rotationsdiät muss gut geplant werden, denn man soll auch die erlaubten Lebensmittel nicht andauernd essen (z.B. Sojajoghurt statt Kuhmilchjoghurt), da sich sonst eventuell neue Allergien entwickeln. Deshalb werden die verbliebenen Lebensmittel im 4-Tage-Zyklus gegessen. Wenn man also am Tag 1 eine bestimmte Auswahl an Lebensmitteln zu sich nimmt,  sollte man diese erst wieder am 5. Tag essen und die drei Tage dazwischen andere Lebensmittel wählen.

Gerade wenn man berufstätig ist, stellt diese Ernährungsumstellung eine echte Herausforderung dar. Deshalb kann es sehr helfen, wenn man sich mit einem Profi zusammensetzt und sich Wochenpläne mit abwechselnder Speisefolge erarbeitet und vielleicht auch bestimmt Lebensmittel, wie Brote, süße Speisen, Beilagen zubereiten lässt. Es kommt darauf an, ein großes Repertoire an alternativen Rezepten zu haben und Einiges vom Kochen zu verstehen, denn nur dann kann man auch unter solchen Restriktionen abwechslungsreich und genussvoll essen.

 

Frauengesundheit

Frauengesundheit

 

Warum darüber schreiben? Ist Frauengesundheit etwas anderes als beispielsweise Männer- oder Kindergesundheit?  Ja –  das ist sie, denn jedes Geschlecht hat seine Besonderheiten.  Es gibt nicht nur biologische Unterschiede, sondern auch unterschiedliche Rollenverteilungen in Familie und Gesellschaft. Beides hat Einfluss auf die gesundheitliche Situation.

Frauen wollen schwanger werden und brauchen deshalb zum Beispiel andere, vom Körper produzierte Hormone und auch zusätzliche  Nahrungsmittel um ihren Körper optimal auf eine Schwangerschaft vorzubereiten.

Frauen sind schwanger und wollen sich und ihr Kind gut ernähren und versuchen ein möglichst stressfreies Umfeld zu schaffen.

Frauen sind berufstätig – und Mutter – Ehepartnerin –  Sportlerin und was sie sonst noch an Tätigkeiten in ihren Tag integrieren wollen – dafür brauchen sie viel Kraft und gute Nerven.

Frauen gehen in die Wechseljahre und sind mit einer veränderten hormonellen Zusammensetzung konfrontiert, die ihnen eventuell Knochenprobleme, psychische Probleme, Hitze Attacken, trockene Schleimhäute und Vieles mehr beschert.

In den jeweiligen Lebensphasen kann eine hochwertige, an die persönliche Situation angeglichene Ernährung  höchst wirkungsvoll sein.

Hier ein paar Beispiele:

Vor der Schwangerschaft kann es, je nach bisherigem Lebensstil, Sinn machen sich von alten Schlacken zu befreien und Alkohol, Tabak, Kaffee und Zucker drastisch zu reduzieren. Stattdessen nimmt man eine Ernährung zu sich, die reich an Folsäure, Eisen, Magnesium, Vitamin C und B-Vitaminen ist. Auch eine Darmsanierung oder ein Entsäuerungsprogramm kann wichtig sein, wenn man weiß, dass der Darm eine Schwachstelle darstellt. Wenn diese Entschlackung vor der Schwangerschaft passiert, können die ausgeleiteten Gifte nicht auf das Baby einwirken und eine nachfolgende Ernährungsumstellung ist ebenfalls unproblematisch, denn altes Gewebe ist abgebaut, neues Gewebe aufgebaut und Mikronährstoffdepots sind aufgefüllt.

 

In der Schwangerschaft

Es gibt einen Mehrbedarf an Nährstoffen, der aber nicht so hoch ist wie man früher annahm. Der Organismus einer schwangeren Frau braucht gerade mal 10-15% mehr Kalorien als im nicht schwangeren Zustand. Wichtig ist eine ausgewogene Vital-und Mineralstoffversorgung. Dazu zählt Folsäure, ein ordnungsgemäßer Vitamin- B12- Spiegel, Jod, Eisen, Magnesium, Omega-3- Fettsäuren und Probiotika.

Wir sind der Meinung, dass diese Stoffe durch eine vollwertige Ernährung zugeführt werden können. Folsäure zum Beispiel sollte auf jeden Fall in den ersten Schwangerschaftswochen in ausreichendem Maße vorhanden sein, da wissen aber viele Frauen noch nichts von der Schwangerschaft. Wenn man sich aber vorher schon vollwertig ernährt hat, hat man Kohl, Salate, grüne Blattgemüse, Rote Beete, Mandeln, Bananen Vollkornprodukte, Weizenkeime, Eier und Vieles mehr gegessen und damit ausreichend Folat zu sich genommen.

Bei dem Mineral Jod sollte geprüft werden, wieviel Jod bereits über jodiertes Salz, Wurst und Fleisch, Brot, Fertigprodukte, Milchprodukte (Tiere erhalten jodiertes Futter) aufgenommen wurde. In all diesen Lebensmitteln wird heute Jodsalz eingesetzt und es muss wirklich geprüft werden ob noch zusätzliches Jod nötig ist. Jodmangel ist gefährlich für das Baby, denn es kann zu Skelettmißbildung, Zwergenwuchs oder geistigen Entwicklungsstörungen führen. Aber ein Jodüberschuß ist ebenfalls gefährlich, denn er kann zu schweren Schilddrüsenstörungen führen. So kann man alle o.g. Mineral- und Vitalstoffe durchgehen und eine unter ganzheitlichen Gesichtspunkten sinnvolle Ernährung zusammenstellen.

Frauen in der Mitte ihres Lebens

Diese Zeit ist eine sehr anspruchsvolle Phase für Körper und Geist. Beruflich weitergekommen, die Kinder auf dem Weg, Partnerschaft und Hobbies. All das ist erfüllend aber auch anstrengend und kräftezehrend. Dafür braucht es eine kräftigende Ernährung. Wir wissen heute, dass nicht für alle Menschen die gleiche Ernährung passt und richtig ist. Manche brauchen Rohkost, andere gekochtes warmes Essen, die einen brauchen Fleisch, die anderen nicht. Was alle Frauen gut brauchen können, sind Gemüse, Früchte, Nüsse, Samen, gute Fette, Kräuter und die darin enthaltenen Herb- und Bitterstoffe. Was im Einzelnen zutrifft, kann durch eine gute Ernährungsberatung festgestellt werden.

Frauen in den Wechseljahren

Es gibt Frauen, die die Wechseljahre ohne Beschwerden durchleben aber auch verhältnismäßig  viele Frauen, die unter sog. Wechseljahresbeschwerden leiden. Oft werden diese Beschwerden von einer Östrogendominanz verursacht und nicht, wie oft vermutet, von einem Östrogenmangel. Eine Östrogendominanz entsteht, wenn im Verhältnis zu dem im Körper vorhandenen Progesteron (dessen Produktion viel früher eingestellt wird, als das beim Östrogen der Fall ist) zu viel Östrogen produziert oder als Creme oder Pille zugeführt wird. Das Progesteron-Östrogen-Verhältnis stimmt dann nicht mehr.

Progesteron wirkt auf die emotionale Stabilität, die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und den Schlaf. Es stärkt das Bindegewebe und die Haut, sorgt für eine verbesserte Fließeigenschaft des Blutes und verbessert die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren für die Schilddrüsenhormone, so dass die Schilddrüse vor einer Überlastung geschützt ist.

Und wie kann es zu einer Östrogendominanz kommen?

Durch Verhütungsmittel oder einer Hormonersatztherapie, die meist auf einem Hormon basiert, dem Östrogen

Stress senkt den Progesteron Spiegel

Eine überlastete Leber kann das Östrogen nur noch langsam abbauen. Die entsprechenden Leberenzyme werden durch Medikamente noch zusätzlich in ihrer Wirkung eingeschränkt, wie z.B. die Antidepressiva, die ja oft bei Wechseljahresdepressionen verordnet werden.

Übergewicht durch Fehlernährung – Fettzellen bilden zusätzliches Östrogen

Hoher Milchproduktekonsum – Kuhmilch stammt oft von trächtigen Kühen und je weiter die Schwangerschaft fortschreitet umso höher ist der Östrogengehalt der Milch (ca. 33% höher als von nicht trächtigen Kühen). So kommen verschiedene wissenschaftliche Forschungen auch zu dem Schluss, dass ein hoher Milchprodukteverzehr zu bspw. Brust, -Prostata,- oder Eierstocks Krebs führen kann.

Zum Thema Milchproduktekonsum und Osteoporose gibt es heute neue Erkenntnisse. Osteoporose ist eine Knochenstoffwechselkrankheit, bei der verkürzt gesagt, die Knochenmasse schneller abgebaut als aufgebaut wird, während in gesunden Knochen diese Prozesse ausgewogen stattfinden. Bisher galt ein Calciummangel als Haupt-Ursache für osteoporöse Knochen. Heute geht man davon aus, dass eher die Bindegewebsstrukturen (Kollagenfasern) fehlen, die für die Elastizität der Knochen sorgen. Das würde erklären, warum viele Menschen an Osteoporose leiden, obwohl sie viele Milchprodukte oder Calciumpräparate zu sich nehmen. Forscher der Universität Harvard sind sogar zu dem Schluss gekommen, dass zu viel Calcium zu einer Übersäuerung im Körper führt und dieser dann zur Neutralisation, wichtige Mineralstoffe den Knochen entzieht. Außerdem gehört Calcium wie auch das Kalium zu den Mineralstoffen, die katabole, also abbauende  Stoffwechselprozesse fördern, während bspw. das Magnesium anabole Prozesse fördert und damit den Knochenaufbau unterstützt. Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil des Knochengewebes und maßgeblich am Calciumeinbau in die Knochen beteiligt. Außerdem ist Magnesium für die Umwandlung von Vitamin D in die für den Organismus aktive Form (Vitamin D3) zuständig. Wichtig für eine optimale Magnesiumversorgung ist in diesem Zusammenhang ein Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1. In der Milch liegt aber ein Verhältnis von 10:1 vor und in Emmentaler Käse sogar von 30:1.

Außerdem ist Vitamin K für den Knochenaufbau wichtig, denn es hilft das Protein Osteocalcin zu bilden und dieses baut Calcium in den Knochen ein. Außerdem verhindert es eine Übermineralisierung, die die Knochen brüchig werden lässt.

Weitere Knochenbestandteile sind Phosphor, Kalium, Bor, Zink, Kupfer, Mangan und Silicium. Diese Mineralstoffe und Spurenelemente verbinden sich mit den elastischen Kollagenfasern und bilden so die Knochenstruktur. Milch ist zwar reich an Calcium, aber arm an allen anderen o.g. Stoffen. Dafür ist sie reich an Eiweißen und Phosphaten, die dazu beitragen, dass Mineralstoffe vermehrt ausgeschieden werden.

Insgesamt sollte man davon ausgehen, dass Osteoporose ein Zusammenspiel vieler Faktoren ist und sich nicht auf einen Calciummangel reduzieren lässt. Man sollte auf folgende Punkte achten:

Nicht zu viel Kaffee, Kochsalz, tierische Proteine, Phosphate in Form von Softdrinks zu sich nehmen (trägt zur vermehrten Mineralstoffausscheidung bei). Auf eine intakte Darmflora achten, Dauerstress und kohlehydratreiche Ernährung vermeiden (Übersäuerung), täglich moderate Bewegung einbauen und das am besten im hellen Sonnenlicht ohne Lichtschutzfaktor (Vitamin D). Außerdem ist es wichtig, für eine Ernährung zu sorgen, die alle o.g. Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Eine Liste dieser Nahrungsmitte, leckere Rezepte und wöchentlich wechselnde Speisepläne können angefordert werden!

Fazit:

Jede Lebensphase hat ihre Herausforderungen – körperliche wie seelische – und dank vieler neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wie bspw. in Medizin, Ernährungswissenschaften und Psychologie, können wir selber viel dazu beitragen, dass wir diesen unterschiedlichen Anforderungen besser gewachsen sind.

Bezüglich der Ernährung, gilt das Motto: “du bist was du isst“, und das bedeutet eine vollwertige, naturbelassene und leckere Ernährung, die uns viel Energie, Kraft und Genuss verspricht.

© 2019 Bettina Aumüller

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